Traumatisierung durch politisierte medizin geschlossene venerologische stationen in der ddr. „Traumatisierung durch politisierte Medizin“ 2019-03-05

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Traumatisierung durch politisierte Medizin

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Allein der Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit oder eine Denunziation reichten aus, um von der Polizei oder der Heimleitung auf eine solche Station gebracht zu werden. Somit sollten sie mundtot gemacht werden. Als stellvertretender Kreisarzt war er nicht direkt in den geschlossenen Venerologischen Stationen tĂ€tig. Einige Stimmungen sind auf den Bildern eingefangen. Hintergrund war ein Vorfall, bei dem eine Patientin 48 Stunden im Bad vollstĂ€ndig isoliert worden war, da sie gegen die Hausordnung der Station verstoßen hatte.

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Traumatisierung durch politisierte Medizin : geschlossene Venerologische Stationen in der DDR in SearchWorks catalog

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Ab 21 Uhr war Nachtruhe. Doch in den meisten FĂ€llen lag keine medizinische Indikation, kein tatsĂ€chlicher körperlicher Befund vor, der die Voraussetzung fĂŒr eine medizinische Handlung darstellt. In anderen Stationen wurden die MĂ€dchen und Frauen asyliert und von der Außenwelt isoliert. Mehr als zwei Drittel von ihnen stellten sich als gesund heraus, wie eine Ă€rztliche Fachzeitschrift zwei Jahre spĂ€ter analysierte. Anmeldung fĂŒr die Veranstaltung: Gisela Ferle, Tel.

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Florian Steger

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Beitrag des kommunalen Gesundheitswesens der Stadt Halle und der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg zum 30. Obwohl 70 Prozent nachweislich keine Geschlechtskrankheit hatten, mussten alle MĂ€dchen und Frauen tĂ€glich eine gynĂ€kologische Untersuchung ĂŒber sich ergehen lassen. Diese Einweisungen entbehren jeglicher rechtlichen Grundlage. In ihnen wurden bis zur Friedlichen Revolution Tausende Frauen zu folgsamen Mitgliedern der sozialistischen Gesellschaft zu erziehen. Allein der Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit oder eine Denunziation reichten aus, um von der Polizei oder der Heimleitung auf eine solche Station gebracht zu werden. Wir haben außerdem einen Einblick bekommen, was fĂŒr Patientinnen in solche Stationen kamen — nur ungefĂ€hr 30 Prozent der Frauen waren ĂŒberhaupt mit Geschlechtskrankheiten infiziert - und wie der Tagesablauf aussah.

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Traumatisierung

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Dennoch verblieben sie zwangsweise meist drei bis vier Wochen auf den geschlossenen Stationen, die mehr einem GefĂ€ngnis denn einer Krankenstation glichen. Juni 1983 erfuhr das MfS im Rahmen technischer Abhörmaßnahmen der Abteilung 26, dass der Diakon möglicherweise eine Gonorrhoe-Infektion habe. In 2014, he was Leibniz Professor at the. Damit musste sie sich fortan regelmĂ€ĂŸigen ambulanten Kontrollen auf Geschlechtskrankheiten unterziehen. Sie zĂ€hlt die Zwangseinweisungen zu einem BĂŒndel repressiver Maßnahmen, mit denen nicht konforme Menschen diszipliniert werden sollten. Ebenso lĂ€sst sich die Situation in Bars, Inter-Hotels und wĂ€hrend der Leipziger Messe zusammenfassen. Sie bringt es nicht ĂŒber sich: Feste Implantate hat sie sich nicht leisten können, nun hat sie diese Zahnprothese, aber kann das blöde Ding nicht einsetzen.

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politische Medizin

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Betroffen waren MĂ€dchen und Frauen zwischen 12 und 72 Jahren aus allen Teilen der Bevölkerung. Die dortige medizinische Behandlungen und der Aufenthalt in den Stationen fĂŒhrten zu schweren Traumatisierungen der Zwangseingewiesenen. Es ist, als erinnere sich ihr Körper an etwas, woran sich ihr Kopf nicht mehr erinnert oder erinnern will. Jahrhundert machte sich auf, dieses schwierige gesellschaftliche Aktionsfeld auszuloten. Verenologische Einrichtungen gab es in zahlreichen großen StĂ€dten, so in Halle, Leipzig, Erfurt, Gera, Dresden, Rostock, Schwerin, Frankfurt Oder und Ost-Berlin. In der Praxis jedoch dehnte bzw. Auf dieser rechtlichen Grundlage konnten Personen, die sich den Ă€rztlichen Auflagen widersetzten, mehrfach als geschlechtskrank registriert wurden oder unter Verdacht des hĂ€ufig wechselnden Geschlechtsverkehrs HwG standen, stationĂ€r behandelt beziehungsweise in eine geschlossene Station fĂŒr Geschlechtskranke eingewiesen werden.

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Florian Steger

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From 2009 to 2014, he was a member of the at the and the German. Der Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit reichte aus, um eine Vielzahl von Frauen dort einzuliefern: Frauen, die hĂ€ufig ihren Partner wechselten, Ă€rztlichen Auflagen nicht nachkamen oder von erkrankten MĂ€nnern denunziert wurden. Neben einer individuellen Therapie ist die fachspezifische AufklĂ€rung ein wichtiges Instrument der Verarbeitung dieser verordneten Übergriffe. Vor allem das Gebot 7 zur Verbesserung der eigenen Leistung und Festigung der sozialistischen Arbeitsdisziplin sowie das Gebot 9 zur Achtung von Sauberkeit und einem anstĂ€ndigen Leben sind in den Hausordnungen wiederzufinden. Der Bundestag befasste sich im Sommer 2016 mit den venerologischen Stationen.

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Politisierte Medizin: Leid und Unrecht in der 'Tripperburg'

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In einigen Stationen mussten die Zwangseingewiesenen Arbeiten verrichten. Volkspolizisten griffen sie auf und brachten sie auf eine Wache. VerstĂ¶ĂŸe gegen die Hausordnung wurden mit harten Strafen geahndet. DarĂŒber hinaus konnten wir die Patientenakten des FĂŒrsorgeheims fĂŒr Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der aus dem FĂŒrsorgeheim hervorgehenden geschlossenen Venerologischen Station stichprobenartig auswerten. Und das ohne Anhörung, einfach so! Im vorliegenden Beitrag stellen wir am Beispiel der geschlossenen Venerologischen Stationen in Halle Saale und Leipzig-Thonberg die AktivitĂ€ten von zwei Ärzten dar, die im Dienst des MfS standen. In anderen Stationen wurden die MĂ€dchen und Frauen asyliert und von der Außenwelt isoliert. Manche haben Angst vor Ärzten oder gynĂ€kologischen Untersuchungen, andere leiden unter Schlafstörungen, sexueller Inappetenz und Inkontinenz.

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Traumatisierung durch politisierte Medizin von Florian Steger

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Die traumatischen SpĂ€tfolgen der gynĂ€kologischen Untersuchungen sind unter anderem Angst vor GynĂ€kologen und Ärzten, sexuelle Inappetenz, Inkontinenz sowie interaktionelle Defizite, Partnerschaftsprobleme, Kinderlosigkeit und gestörte Mutter-Kind-Bindungen. Damit verstieß er gegen die Ă€rztliche Schweigepflicht. Der Autor Professor Steger wird es an diesem Abend vorstellen. Hintergrund waren Eingaben ĂŒber MissstĂ€nde an der Poliklinik Mitte und Beschwerden ĂŒber die Behandlungsmethoden des Leiters der geschlossenen Station. Professor Steger fĂŒhrte Interviews mit Frauen, die auf diesen Stationen wochen- und monatelang festgehalten wurden. Eine genaue Uhrzeit wird Ihnen noch mitgeteilt. Wie sich durch die Untersuchungen herausstellte, traf dieser Befund nur auf ein Drittel der Betroffenen zu.

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